Über mich

Foto: Dagmar Köhler
Rainer Köhler – Foto: © Dagmar Köhler

Meine Liebe für Bücher hat sich erst ziemlich spät herauskristallisiert. Zwar habe ich als Kind immer die Wilhelm Busch-Bücher meines Vaters durchgeblättert und als Jugendlicher das eine oder andere Märchen und einige Bücher von Karl May gelesen (zum Beispiel „Auf fremden Pfaden“ und die „Winnetou“-Trilogie). Der Zeitpunkt meines wirklichen Eintritts in die Welt der Literatur erfolgte aber erst mit 15 Jahren. Damals schenkte mir mein Bruder „Narziß und Goldmund“ von Hermann Hesse zum Geburtstag. Ein Buch, das ich damals regelrecht verschlang. Und auch mein zweites „Erweckungserlebnis“ kann ich indirekt zumindest meinem Bruder verdanken (ich bin das fünfte und jüngste Kind meiner Eltern). Er brachte damals meiner Mutter „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ aus Berlin mit. Stevensons Novelle machte zwar auf meine Mutter, die eine  bodenständige und realistische Schwarzwälderin ist, keinen großen Eindruck, mich gewann sie aber endgültig für das Lesen. Es folgten dann sehr schnell, sehr viele weitere Bücher wie „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel García Márquez, „Jenseits von Eden“ und „Früchte des Zorns“ von John Steinbeck, „Der Dschungel“ von Upton Sinclair, usw. Seither ist Literatur zum unverzichtbaren und prägenden Bestandteil meines Lebens geworden. In der Oberstufe des Gymnasiums wählte ich bei den musischen Fächern dann natürlich nicht Musik oder Kunst, sondern Literatur.

Und als ich über einen Umweg vom kleinen Horb am Neckar nach München gezogen bin, um dort an der LMU Volkswirtschaft zu studieren, begann ich mich auch sehr stark für klassische Musik und Philosophie zu interessieren (vor allem die Philosophie Schopenhauers und Nietzsches). Beides half mir in meinem Abnabelungsprozess vom Elternhaus. In dieser Zeit durchlief ich eine intensive Phase des Nihilismus, in der ich über mein bisheriges Leben nachdachte, alte Überzeugungen über Bord warf und mir eigene Meinungen über wesentliche Aspekte des Lebens bildete. In dieser Zeit verschlang ich regelrecht Bücher – mit der Folge, dass mein Bücherregal schnell anwuchs. Damals las ich beispielsweise Tolstois „Krieg und Frieden“ in gut zwei Tagen (ich bin nur aus dem Haus gegangen, um mich mit Brot und Mascarpone einzudecken, an Schlaf war eh kaum zu denken). Seither bin ich immer wieder zu den russischen Autoren des 19. Jahrhunderts zurückgekehrt und habe zumindest von Gogol, Gontscharow, Turgenjew, Tolstoi und Dostojewskij die Hauptwerke gelesen.

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Rennradtour im April – kurze Pause für Rad & Fahrer.
Foto: © Rainer Köhler

Mit dieser Leidenschaft und einem Diplom der Volkswirtschaft in der Tasche habe ich dann zunächst den Weg in den Journalismus und anschließend in die Unternehmenskommunikation eingeschlagen (daran hatte wahrscheinlich auch meine Großmutter aus Ostpreußen einen großen Anteil, die eine tolle Erzählerin war). Als Journalist und Medienschaffender konnte ich mich zumindest in einem quasi-künstlerischen Umfeld bewegen, d.h. kreativ sein. Nachdem ich vor drei Jahren dann eine Weiterbildung im digitalen Marketing gemacht habe und seither auch als Social Media-Manager arbeite, war klar, dass ich jetzt endlich etwas eigenes im Bereich der Literatur machen musste: meinen Literaturblog KÖHLER TRIFFT BUCH!

Und wenn ich nicht gerade in der Arbeit bin, mit meiner Familie etwas unternehme oder Rennrad fahre (der Ausdauersport ist meine zweite große Leidenschaft), dürft Ihr davon ausgehen, dass ich auf dem Sofa oder auf dem Balkon sitze und ein Buch lese (…) oder eine Rezension schreibe.